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Ob ein kranker Huf, der Wunsch, sein Pferd auf das barhuf Laufen umzustellen oder die Tatsache, dass der Hufbearbeiter mit Eisen nicht mehr weiterkommt – es gibt viele Gründe für einen Hufschuh. Mittlerweile gibt es so viele Hufschuhfirmen, dass es wirklich schwer werden kann, den Überblick zu behalten. Den einen, richtigen Hufschuh gibt es nicht. Jedes Pferd hat seinen individuellen, perfekten Schuh. Wie man diesen findet, welche Marken es gibt und worauf man sowohl als Pferdebesitzer als auch als Hufbearbeiter achten sollte, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Entscheidung für einen Hufschuh

Wer sich für einen Hufschuh entscheidet, hat sich vorher meist Gedanken über möglichst natürliche Pferdehaltung gemacht oder ist in eine Lage gekommen, in der ein gängiger Eisenbeschlag schlicht und einfach nicht mehr möglich ist. Wie in unserem letzten Artikel beschrieben, gibt es natürlich die Möglichkeiten eines Klebeschuhs. Doch nicht jeder braucht eine solch dauerhafte Alternative. Viele benötigen den Hufschutz nur für lange Wanderritte, fürs Training oder bei Krankheiten. „Der Hufschuh entwickelt sich seit Jahren immer mehr zum Trendprodukt“, berichtet Hufschuhexperte Bernd Jung.

  Bernd Jung

„Die natürlichste Form ist natürlich das barhuf Laufen, doch unsere Pferdehaltung und die Ernährung gleichen nicht der eines Wildpferdes. So wird ein Hufschutz, beispielsweise beim Laufen über Beton, nötig“, erklärt der Experte. Für ihn sei das Eisen der eigentliche alternative Hufschutz, da der Hufschuh näher am natürlichen Huf ist. „Leider ist es aber oft noch so, dass man nur mit einem Eisen weiterkommt, wie beispielsweise auf einem konservativen Turnier“, sagt Jung. Auf einem Turnier dürfen laut LPO nur Hufschuhe, die nicht über den Kronsaum gehen verwendet werden – diese haben oft zu wenig Halt ,um unter diesen Bedingungen genutzt zu werden. So hat der Umstieg auf den Hufschuh Vor- und Nachteile. Hufschuhnutzer hoffen natürlich, dass sie auch auf Turnieren bald mit einem gängigen Hufschuh teilnehmen dürfen. „Denn schon längst gibt es Dressur- und Springreiter, die mit Hufschuhen trainieren. Viele sind sogar durch Stollen und ähnliches ergänzbar“, berichtet Bernd Jung.